Unser Laden in Essen

Seit dem 08.04.2016 gibt es fairhavn in Essen Frohnhausen in der Berliner Straße. In zwei kleinen Räumen auf insgesamt 48m² findest du bei uns Faires und Handgemachtes. Mit genausoviel Liebe wie die Näherinnen, Designer und Künstler, die bei uns ausgestellten Produkte, gefertig haben, ist unsere Einrichtung entstanden. Unsere Theke haben wir aus alten Paletten gebaut, die Kleiderständer aus Kupferrohren, die Regale aus Obstkisten und unsere Umkleidekabine ähnelt einem Burgzimmerchen. Mitten in Frohnhausen haben wir einen Ort der Ruhe geschaffen. Bei uns kannst du dich wohl fühlen und ganz entspannt in unserem Sortiment stöbern. Wir freuen uns auf deinen Besuch :-)




 

 

Die Geschichte von fairhavn

Ich möchte euch gerne eine Geschichte erzählen – Die Geschichte von fairhavn. Sie beginnt in einem kleinen Dorf in Afrika.  

Nyamirima Village liegt in Uganda inmitten von wunderschönen Kraterseen und beeindruckenden Wäldern. Unweit des Dorfes befindet sich der Kibale Forest Nationalpark, der von Touristen gerne besucht wird, um Schimpansen zu beobachten. Die Natur ist weitgehend unberührt und die Gegend für ihre Natur- und Artenvielfalt bekannt. Aber trotz der Naturreichtümer leben in Nyamirima Village die Ärmsten der Armen. Es ist für uns schwer vorstellbar, in welchen ärmlichen Verhältnissen die Einwohner des Dorfes leben. Die meisten Erwachsenen sind ungebildet, haben nie eine Schule besucht. Sie besitzen zwar ein Stück Land und auch ein Haus, aber das Land, auf dem sie Nutzplanzen für die Familie anbauen, ist zu klein, um die ganze Familie zu ernähren und das Haus ist oft nur eine Lehmhütte mit Grasdach mit zwei kleinen Zimmerchen und das für eine große Familie. Einen richtigen Job, bei dem es ein sicheres Einkommen gibt, hat kaum jemand, weshalb auch das Geld fehlt, um die Kinder in die Schule zu schicken. Statt in einem gemütlichen Bett schlafen viele Kinder auf dem schmutzigen Boden, wenn sie Glück haben auf einer verdreckten Matratze und tagsüber tragen sie zerfetzte Lumpen. Und obwohl die Menschen dort so bitterarm sind, tragen sie eine unglaubliche Lebensfreude in sich, um die wir Europäer sie beneiden können.  

Ich habe Nyamirima im Jahr 2015 besucht und wurde so unglaublich herzlich empfangen. Ich bekam Geschenke von Menschen, die nichts haben und trotzdem mit mir teilen wollten, für mich wurde getanzt, gesungen und gelacht, ich wurde von Familien in ihre ärmlichen Hütten eingeladen und durfte einen kurzen Moment an ihrem Leben teilhaben. Gekommen als Fremde – Gegangen als Freundin! Das Dorf Nyamirima, Uganda, Afrika haben mich so beeindruckt, dass ich, wieder zurück in Deutschland, eine tiefe Leere gespürt habe, wie noch nie zuvor. Unser westliches Leben wirkte so verhöhnend, überall fließendes, warmes Wasser, Licht auf Knopfdruck und das Schlimmste, es war für uns alle selbstverständlich, einfach ganz normal. Und hier beginnt die Geschichte von fairhavn.  

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